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Rucksack packen: 5 Tipps für mehr Spaß beim Backpacking

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Rucksack packen West Highland Way Schottland Stefan Schüler AutorLet’s talk about Rucksack packen 😉 Ob Backpacking oder Trekking, du hast sicherlich einmal einen Rucksack auf dem Rücken gehabt, der absolut nicht richtig sitzen wollte. Die Riemen drückten an den Schultern, du hattest das Gefühl das Backpack zieht dich nach hinten oder es schaukelt unangenehm hin und her. Ein echter Nervkiller, der bei deiner Abenteuertour schnell auf die Motivationsbremse treten kann.

Neben der richtigen Größe und Anpassung an deinen Rücken, liegt das meist daran, das der Rucksack falsch gepackt wurde. 5 einfache Tipps in diesem Artikel zeigen dir, wie das Backpack richtig gepackt wird und der Spaß beim Wandern oder auf deiner Weltreise im Nu zurück kehrt.

  • Wie du den passenden Rucksack/ Backpack aussuchst und ihn auf deinen Körper optimal einstellst, schreibe ich im nächsten Artikel.

Das A und O beim Rucksack packen: Lasten im Rucksack richtig verteilen!

Abgesehen davon das ein Rucksack auf dem Rücken, der dich aus dem Gleichgewicht bringt, in den Bergen lebensgefährlich sein kann, steigt die Verletzungsgefahr und der Tragekomfort nimmt drastisch ab. Die Lasten im Rucksack richtig zu positionieren, ist das A und O der Rucksackkunde.

Rucksack packen Anleitung Trekkingrucksack richtig packen

Verteilung Schwerpunkt (Quelle: Deuter)

Wie du auf dem Bild siehst, ist der optimale Schwerpunkt von der Körperhaltung und die wiederum vom Gelände abhängig. Als normaler Backpacker oder Wanderer packst du den Schwerpunkt weiter nach oben. So entsteht evtl. eine leichte Pendelbewegung, der Schwerpunkt des Backpacks liegt aber last Senkrecht über deinem Körperschwerpunkt (geringeres Drehmoment; weniger Rückenlage).

Bodenfach ausstopfen

Große Rucksäcke haben fast immer ein Bodenfach. Oft höre ich: „Da kommt das Schwere rein.“. Das ist natürlich Blödsinn, wie du auf der Skizze oben erkennen kannst. Vielmehr gehören dort leichte Dinge hinein, die es komplett ausfüllen. In meinem Fall ist das ein Synthetik-Schlafsack (Mountain Equipment Starlight III).

Das Bodenfach meines Schwerlast-Trekkingrucksack (Gregory Palisade 80 ; Test) ist damit vollständig ausgefüllt, was das Tragesystem noch weiter versteift und die Lastübertragung verbessert.

Kleiner Tipp:

  • Wenn dein Backpack nicht wasserfest ist, verstaue den Schlafsack in wasserdichte Packsäcke (z.B. von Exped, Tatonka oder Ortlieb).
  • Sollte der Schlafsack zu groß für deinen Rucksack sein, öffne die Unterteilung zwischen Boden- und Hauptfach. Ist dein Schlafsack jedoch zu klein, so fülle den freien Raum mit Ersatzkleidung aus (alte Wäsche geht auch).

Schwere Gegenstände zum Rücken

Das ist verdammt wichtig! Je näher der Schwerpunkt des Rucksacks am Körper liegt desto leichter trägt er sich (Drehmoment etc.).  Ein Laptop, der ganze Technikkram (Ladekaben, Akkus, Powerbanks etc.), Kochgeschirr, dicke Bücher, Gaskartuschen und andere kompakte Sachen (auch Wasserflaschen, Konservendosen, Müsliriegel) packst du ins Hauptfach und so nah wie möglich ans Tragesystem (Alustreben im Rucksackrücken).

kleiner Tipp:

  • Schwere Trekkingschuhe oder Schlafsäcke haben nichts auf der Vorderseite des Rucksacks verloren, erst gar nicht wenn sie dort herumbaumeln!!!
  • Die Größe des Backpacks ist essentiell. Zu viel Platz, zerstört die Form und ein Zuwenig, nötigt dich dazu Gegenstände außen anzubringen oder Jenga-Türmchen zu bauen. Du musst also vor deiner Reise / Tour wissen, was du vor hast und wieviel Equipment du benötigst. Dem Thema „Wie finde ich den perfekten Backpack für mich“ widmen wir uns, wie gesagt, in einem separaten Artikel.

Last stabilisieren

Die schweren Sachen fallen alle zusammen und türmen sich am Bodenfacheinsatz? Logisch, das nennt man Schwerkraft. Um dies auszutricksen, musst du den aufgeschichteten Turm mit leichten, voluminösen Sachen stabilisieren. Bei mir sind das meist Socken, Unterwäsche, Jacken, Hosen und leichte Lebensmittel (Kekse, Tütensuppen).

Wenn sich dein Rucksack seitlich nicht öffnen lässt (beim Kauf drauf achten), kommt in den oberen Bereich des Hauptfaches die Kleidung, die du wahrscheinlich unterwegs benötigst (z.B. Regenkleidung, warmer Pullover etc.).

Kleiner Tipp:

  • Zwischen Hauptfach und Rucksackdeckel bietet es sich an ein Zelt horizontal aufzuschnüren (P.S.: Besser noch das Zelt im Inneren des Hauptfaches unterbringen). Sollte kein Platz im Hauptfach sein oder der Schwerpunkt zu weit nach oben rutschen, befestigst du das Zelt (Jack Wolfskin Gossamer XT Testbericht) an der Seite des Rucksackes. Hier wieder darauf achten, dass das Gewicht nah am Tragesystem ist und das Gewicht auf beide Rucksackseiten verteilt wird (alternativ: Wasserflasche an der anderen Seite anbringen).
  • Solltest du mit einer Isomatte (Therm-A-Rest NeoAir Xlite) unterwegs sein, kommt diese auch in den Rucksack oder vor das Bodenfach bzw. an die Seite gebunden.

Das Deckelfach als Allzweckzeitwaffe

Das Deckelfach ist die Piemont-Kirsche auf der Sahnetorte. Dort hat nichts Schweres etwas verloren. Hier kommt ausschließlich das rein, was man schnell benötigt. Bei mir sind das Geldbeutel, Sonnencreme, Karten, kleines Notizbuch, etwas Klopapier, die Sonnenbrille und ggf. die Kompaktkamera (Canon Powershot G9 x Test).

Kleiner Tipp:

  • Einige Rucksäcke haben ein abnehmbares Deckelfach, das auch als Bauchtasche bzw. Tagesrucksack fungiert. Falls das nicht so ist, empfehle ich dir einen leichten, wasserdichten Tagesrucksack, den du bei Nichtgebrauch einfach in ins Hauptfach stopfst. Ich nutze den Exped Cloudburst 25 Liter.

Ordnung halten!

Darüber das idealerweise nichts an Ausrüstung am Rucksack hin-und her baumelt, hatten wir philosophiert. Aber auch im Rucksack gilt es Ordnung zu halten, willst du nicht jedes Mal den gesamten Inhalt ausräumen, bloß um etwas Bestimmtes zu finden. Mich hat das früher immer ganz irre gemacht. Du suchst deine Socken in einer 80 Liter Backpackbombe und zerstörst dabei in einem epochalen Gewühle die gesamte Konstruktion. Die Lösung waren für mich kleine und große Packsäcke, Tüten mit Zipper oder Müllsäcke. Nur eines müssen sie sein: verschiedenfarbig oder transparent.

Ich persönlich schwöre auf faltbare, wasserdichte Packsäcke. Die gibt es in unterschiedlichen Größen und Farben. Ob Laptop, Kamera, Schlafsack oder Socken, so bleibt Alles schön wasserdicht verpackt. Probiere es aus.

*Im Text sind Produktlinks zu Amazon.de. Wenn du dort bestellst, bekomme ich eine kleine Provision und dir entstehen keine Nachteile (Mehrkosten). Danke, dass du burning-feet.com unterstützt.

Jetzt, wo alles sicher und richtig im Rucksack verstaut wurde, steht deinem nächsten Abenteuertrip nichts mehr im Wege. Du hast noch weitere Tipps? Cool, schreib deine gesammelten Werke in die Kommentar-Box. Viel Spaß.

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