Malerweg Zelten Sächsische Schweiz Trekking Deutschland

Liebethaler Grund Malerweg Zelten Sächsische Schweiz Trekking DeutschlandZutritt VERBOTEN! Bereits der erste meiner vielen Schritte auf dem Malerweg in der Sächsischen Schweiz, ist gegen die Regeln. Regeln, wie sich das anhört. Klar, dass Regeln auch mal gebrochen werden dürfen, sogar müssen.

Zumindest hindert mich ein 2-Meter-Bauzaun und ein Verbotsschild nicht daran den Liebethaler Grund zu durchwandern. Steinschlaggefahr! Pahhh. Jeder der in einem „richtigen“ Gebirge unterwegs war, in dem einem im Minutentakt die Steinbrocken aus über 1.000 Metern Höhe entgegenfliegen, wird sich vom Elbsandsteingebirge nicht einschüchtern lassen.

Zu beiden Seiten ragen die schroffen, steinernen Felsen in die Höhe, flankieren den Gebirgsfluss Wesenitz und schmiegen sich in den spielerischen Verlauf des Malerweg. Vögel zwitschern. Wasser plätschert und schon der Liebethaler Grund zaubert mir ein Grinsen ins Gesicht. Wenn sich der gesamte Malerweg so „malerisch“ zeigt, verstehe ich das Prädikat, das ihm das Wandervolk, weit über die sächsischen Grenzen hinaus, auf die Stirn gestempelt hat: Deutschlands schönster Fernwanderweg. Wir werden sehen.

Und wie ich sehe. Der Malerweg nimmt weiter an Fahrt auf und der Uttewalder Grund mit seinem berühmten Felsentor, lässt mich fast den schweren Rucksack vergessen, der sich in meine Nackenmuskeln und Hüften drückt. Über 20 Kilo zupfen an meinem Oberkörper: Wasser, Proviant, Kochgeschirr, Schlafsack, Zelt und jede Menge Klamotten, die für mich die nächsten 5 bis 7 Tage in der Natur angenehmer machen sollen. Regen ist vorausgesagt.

Uttewalder Grund Malerweg Zelten Sächsische Schweiz Trekking Deutschland

Uttewalder Grund…

Aber heute scheint die Sonne. Ich trotte über den Marktplatz der Stadt Wehlen, nachdem ich vergeblich die Heringshöhle gesucht habe, belohne mich für meine schwache Leistung mit Maracuja- und Amarenakirscheis. Die Stadt hängt voll mit Radlerhosen und Wandersocken an Rentnerbeinen. Mein großer Rucksack fällt auf.

Kurz hinter Wehlen strömt das erste Mal Schweiß und ich starte die offiziell 2. Etappe des Malerweg. Es geht ins Bergige. Treppen sind in den Fels gehauen, dicke Wurzel laden zum Knöchelverdrehen ein und Aussichtspunkte offenbaren ein wunderschönes Panorama. Die Elbe als Schlange. Kleine Ortschaften in Blickweite.

Eine Horde Tschechen und eine Busladung Asiaten kündigen die Bastei an. Was für eine Aussicht. Die Basteibrücke, Wahrzeichen menschlicher Willenskraft und architektonisch ein Zungenschnalzer, die circa 200 Meter über der Elbe in die Höhe ragt.

Über den Basteiweg geht es bergab Richtung Amselgrund. In den Felsen sind Initialen gehauen. „Keitel 1932“, „A.H.“: Zufall oder geschichtliche Relikte aus vergangener Zeiten, wo neben den Nazis auch Feldherren wie Bonaparte durchs Elbsandsteingebirge zogen?

Ich werde müde. Meine Wanderschuhe lassen die Fußsohlen glühen. 19 Uhr, Zeit mir einen Schlafplatz zu suchen. Eine Weggabelung in der Nähe des Amselfall scheint perfekt. Wasser aus einer Gebirgsquelle, flacher Boden, windgeschützt.

2. Etappe: Zu Dritt nach Falkenstein

Ganz schön frisch, die Septembernächte in der Sächsischen Schweiz. Selbst mit Zelt und Schlafsack.

7 Uhr. Wer illegal in einem Nationalpark zeltet, der muss seinen Hintern rechtzeitig aus dem Schlafsack pellen. Kaffee, Energieriegel und einige Trockenfrüchte, dann kann der Wandertag entspannt starten.

Es geht über erlebnisfreie Feldwege bis zur Wolfsschlucht. Ab hier zeigt der Malerweg wieder sein Potenzial. Felsspalten, Leitern… Es macht Spaß, geht auf und ab, bis zur Burg Hohenstein.

Für 3 Euronen aus der Portokasse, verschaffe ich mir Zutritt zur Burg Hohenstein. Ein beeindruckender Ort. Alte Kerkerverließe, Ein Museum. Wusstest du, das im 17 Jahrhundert Kindsmörderinnen hier ertränkt wurden. War nicht genügend Wasser zur Verfügung, ging alternativ auch lebendig begraben oder Pfählen. Brandstifter wurden natürlich verbrannt. Ein Heidenspaß für das Dorfvolk im Mittelalter, und man pilgerte gern zur Burg Hohenstein, um dem Specktakel beizuwohnen. Später haben es sich die Nazis dort gemütlich gemacht und ihr Unwesen getrieben. Alles Geschichte…

Ein Bäcker: Ich bin begeistert und renne im kleinen Verkaufsraum zwei weiteren „Zeltfreunden“ über den Weg. Ein Nordire, ein Hamburger. Zusammen geht’s weiter auf dem Malerweg. Dauerregen. Gautschgrotte, Brand, Waitzdorf. Waldwege, serpentinenartige Bergpfade, teilweise kurze Etappen auf der befahrenen Landstraße. Ächz…

Waitzdorf Malerweg Zelten Sächsische Schweiz Trekking Deutschland

Ochelweg bei Waitzdorf… unterwegs auf Waldwegen…

In Altendorf wollen wir unseren Proviant auffüllen. Lange Nasen. Die Gaststätte und der angeschlossene Laden haben dienstags geschlossen. Dank der „weltweit bekannten“ deutschen Hilfsbereitschaft, schenken uns zwei Altendorfer Omas eine Packung Spagetti und füllen unsere Wasserflaschen auf.

19:30 Uhr und wir erreichen den Falkenstein. Ein Eldorado für Kletterer, nahe den Schrammsteinen. Hier darf ich Boofen (Freiübernachten) in einem überhängenden Fels, entschließe mich aber für mein Zelt. Kleines Lagerfeuer, Spagetti, Trockenobst. Das stundenlange Wandern mit Gepäck zieht ziemlich an den Akkus und ich bin froh endlich die Beine auszustrecken, etwas Warmes in den Magen zu bekommen und dem Wind zu lauschen, der geräuschvoll um den imposanten Falkenstein pfeift. Ein Waldkauz macht Rabatz, eine Maus knistert mit meiner Mülltüte.

3. Etappe: Über Schrammsteine und Schutzhütten auf dem Malerweg, die keine sind

Malerweg Zelten Falkenstein Sächsische Schweiz Trekking Deutschland

Falkenstein aus der Ferne…

Wie imposant zeigt sich am anderen Morgen. Meine beiden Begleiter mussten schon zeitig aufbrechen. Termindruck. Studium… Völlige Windstille. Als ich meinen Zelteingang aufreiße, trillern Vögel zum neuen Tag und der Falkenstein wird von den frühen Sonnenstrahlen wachgeküsst. Ein mächtiger Fels, der senkrecht aus dem Nichts des Mischwaldes in den Himmel empor schießt. Schroff und brüchig-stabil.

Dunkle Wolken ziehen auf. Es ist kühl und nur die kleinen Anstiege auf den Weg zu den Schrammsteinen heizt mich langsam auf und lässt mich brodeln, als es über den engen Steig zur Schrammsteinaussicht hinaus geht. Der Rucksack schrammt durch die engen Nadelöhre. Heißt es deshalb Schrammsteine?

Konzentration ist gefragt auf den fast vertikalen Eisenleitern und auf den ausgelatschten Fußtritten, die in den Sandstein gehauen wurden. Einbahnstraße, nur im Aufstieg benutzen. Die Richtung ist vorgegeben und nach interessanten 20 Minuten stehe ich auf der Schrammsteinaussicht.

Schrammsteine Malerweg Zelten Sächsische Schweiz Trekking Deutschland

Über den Steig zur Schrammsteinaussicht…

Eine Erinnerungstafel aus den 30er Jahren warnt vor dem tiefen Fall und etwaigen, unsanften Aufprall. Hatte ich eh nicht vor, ziehe meine Hardshell-Jacke zu und genieße den Ausblick von der verwitterten Holzbank aus, die diesen prahlerhaften Ausblick auf 417 Metern tagtäglich ihr Eigen nennt.

Schrammsteine Aussichtspunkt Malerweg Zelten Sächsische Schweiz Trekking Deutschland

Aussicht über die Schrammsteine von der Schrammsteinaussicht.

Weiter über den Kammweg. Die dunklen Wolken entladen sich und nicht zum ersten Mal auf dieser Tour in der Sächsischen Schweiz, suche ich Schutz unter lichten Tannenbäumen. Wind und Regen, der Wetterbericht hält was er verspricht, die Schönheit des Malerweges auch.

Stein auf Stein, rutschige Tritte, glitschige Baumwurzeln, die Affenfelsen und traumhafte Aussichtspunkte. Würde es bloß nicht andauernd wie aus Eimern pissen. Ich könnte mich hinsetzen und genießen. So allerdings besteht der Tag aus bergauf, bergab, bergauf, bergab und immer wieder Pausen zum Navigieren, da irgendein Vollpfosten die Wegweiser als Souvenir eingesteckt hat. Ein Hoch auf meine Wanderkarte.

Ausgehungert wie ich mich fühle, schlinge ich 3 Riesen-Rostbratwürste mit Brötchen in der Gaststätte am Lichtenhainer Wasserfall runter. Generell fällt mir auf, dass an den Knotenpunkten Touris & Tageswanderer unterwegs sind. Trotzdem deutlich weniger als ich im September in dieser bekannten Wanderregion erwartet habe. Die Preise für Essen und Übernachtung sind dementsprechend. Soll heißen teurer.

Vom Tag ist noch viel Zeit übrig, meine Fußsohlen schmerzen aber gewaltig, trotzdem beschließe ich weiter zu laufen. Einen perfekten Spot finden und dann alle Viere gerade sein lassen, das ist der Plan. In der Praxis Utopie. Irgendwie kommt nichts. Kennst du das? Du entdeckst einen Platz zum Zelten, der Okay ist, nicht perfekt, aber okay. Nichtsdestotrotz trottest du weiter. Immer weiter. Ich passiere die Kleinsteinhöhle. Zu windig. Es geht weiter und plötzlich sind die guten Orte unauffindbar. Also schleppst du dich weiter, bis dir das Tageslicht ausgeht und dein Körper dir bei jedem Schritt signalisiert, was für ein Trottel du doch bist.

Letztendlich stellst du dein Zelt im strömenden Regen auf, knapp hinter Großes Pohlshorn. Der Spot ist Mist: Zu nah an einer Straße, abschüssiges Gelände; Der Ranger könnte dich entdecken und wenn es optimal läuft, klopft ein umstürzender Baum an deinem Zeltdach…

Wenn du einen guten Spot findest, nimm ihn!

4. Etappe: Über Tafelberge & Apfelklau

7 Uhr morgens. Es regnet. Mein klitschnasses und vermatschtes Zelt zurre ich wieder auf dem Rucksack fest. Knöchelhoher Schlamm und weit und breit keine Menschenseele.

Mein Frühstück am Zeughaus fällt aus. „Unsere Öffnungszeiten: 12 bis 17 Uhr…“ Ich laufe weiter bis zum Großen Winterberg. „Unsere Öffnungszeiten: 11 bis 19 Uhr…“ Ich laufe weiter bis nach Schmilka. Eine Bäckerei lässt mich hinein und ich schlage mir den Magen mit 8 Euro teurem Spinatkuchen voll. Ein schöner Ort direkt an der Grenze und optimal, um von hier mit dem Kanu die Elbe hinunter zu paddeln. Kostet angeblich 35 Euro.

Meine Idee noch für 2 Tage nach Tschechien reinzuwandern, verwerfe ich. Es regnet…

Mit der Fähre (1,50€) setze ich über. Die Lena, erbaut 1926 und bis auf den grimmigen Fährmann ein tolles Erlebnis.

Zehn Minuten Stufensteigen und schon breitete sich vor mir die andere Elbseite aus. Flach, mit Feldern und grünen Wiesen. Ab und an ragt ein Tafelberg aus der Monotonie des Flachlandes. Wehmut machst sich in mir breit und ich schaue herüber zu den Schrammsteinen, erkenne den Kamm über den ich vor 2 Tagen gewandert bin. Berge.

Das Einzige, was Bestand hat, ist das kaltfeuchte Wetter, in das sich böiger Wind mischt.

Zumindest gibt’s hier im Dorf Schöna Brombeersträucher und Apfelbäume, an denen ich mir heimlich den Bauch vollschlagen kann. Feldwege. Teilweise Asphalt. Cool ist das nicht und ändert sich erst wieder, als ich Reinhardsdorf passiere.

Mit dem Papststein jagt mich der Malerweg erstmals wieder über einen imposanten Tafelberg westlich der Elbe. Ein stufenlastiger Aufstieg, der mit grandioser Aussicht über das Umland und den gegenüberliegenden Tafelberg Gohrischstein, dessen Schutzhütte am Gipfel einen bereits zuzwinkert, belohnt wird.

Zelten Malerweg Sächsische Schweiz Wandern Trekking Tipps

Verbotene Früchte schmecken am besten… Zelten in der Sächsischen Schweiz (Am Gohrischstein).

Am Fuße des Gorischstein, auf einem kleinen Plateau, war die Luft raus. Zelt aufschlagen und gemütlich den Gaskocher anwerfen. Buch lesen und die Kräfte für den Folgetag sammeln. Ein weiterer Tafelberg wollte schließlich im frühen Morgen überquert werden.

5. Etappe Malerweg: Stundenlang im Kreis

„Wir haben auch Berge. Zumindest Tafelberge!“ In meinem Kopf malte ich mir einen trotzigen Beamten aus, der die Strecke des Malerwegs auf der Westseite der Elbe abgesteckt hat.

Alles flach im Land, nur einige Tafelberge, die wie ein auf den Kopf gestellter, abgeknabberter Apfel-Knust aus den Wiesen und Feldern hervorstechen. Und über jeden dieser Knuste, jagt einen der Malerweg. Papststein (415m), Gohrischstein (440m) und Pfaffenstein (435m). Ein ständiges Auf und Ab, das die Oberschenkel und Füße nach 5 Tagen Langstreckenwandern zum Tiefdurchatmen zwingen.

Trotz aller Strapazen und dem beißenden Geruch, der sich aus meiner Kleidung an die frische Morgenluft kämpft, ist jeder Schweißtropfen, der vergossen wird, den Malerweg wert.

Die Anstiege sind fordernd – nicht überfordernd – und bei strahlenden Sonnenschein am 5. Tag meiner Tour, macht es Freunde den Ausblick auf dem Pfaffenstein mit einer Packung Edamer und Wiener Würstchen zu genießen. Eine Pause, die ich brauche. Das letzte Nadelöhr am Pfaffenstein war so eng, das ich mich kaum mit meinem Rucksack durchquetschen konnte. Wie ein feuchtes Blatt klebte mein Oberkörper an der kalten Eisenleiter, während mein 85 Liter Rucksack samt Isomatte und Zelt an der rauen Felswand feststeckte. Hilfe war nicht in Sicht, so opferte ich einige Fetzen von meiner Isomatte und Pelle von meinen Armen. Problem gelöst.

2 1/2 Stunden eiere ich durch die fabelhafte Landschaft rund um Königstein. 2 1/2 Stunden, die wie ein Rundkurs erscheinen, sieht man doch vom Gorischstein bereits die Stadt Königstein. Gerade Strecke maximal 20 Minuten, doch der Malerweg beschreibt einen mächtigen Bogen und führt dann hoch zur Festung Königstein.

Die Festung ist einer meiner Lieblingsorte am gesamten Malerweg und meiner Meinung nach sogar eine Tagestour wert. Was dort in den Jahrhunderten erbaut wurde, lässt die Kinnlade schlottern. Geschichte pur. Eine phänomenale 360° Aussicht. Tolle Ausstellungen und so vollgestopft an Informatives, das ich 2 Stunden über das ausgedehnte Festungsgelände streife und noch nicht einmal die Hälfte bestaunen kann… Ein zweiter Besuch?

Mittelalter meets Moderne: Eine absolute Empfehlung, für die ich gern 10 Euro Eintritt über den Tresen des Kartenhäuschens wandern lasse. Das musst du anschauen, auch wenn dort die Touristen mit Bussen angekarrt werden.

Festung Königstein Malerweg Zelten Sächsische Schweiz Trekking Deutschland

Festung Königstein…

Von der Festung Königstein steige ich wieder ab in den Ort Königstein, kaufe mir ein S-Bahnticket nach Dresden (6,30€) und beende meinen Malerweg gegen 13 Uhr.

Du fragst dich, warum ich nicht die gesamte Strecke von Liebethal Grund bis Pirna gelaufen bin? Ganz einfach, die letzte Etappe ist Mist. Spätestens ab Weißig klebt der Malerweg am Elbufer. Du flanierst Schulter an Schulter mit dem betonierten Radweg und den Eisenbahnschienen.

Nicht mit mir, denn das würde dem tollen Erlebnis der letzten Tage einen faden Beigeschmack verabreichen. Ein verschenkter Tag, den man lieber für naturnahe Wanderrouten, rund um die Schrammsteine (Ostufer) eintauschen sollte. Eine Frage der Philosophie: Zähneknirschend bis zum bitteren Ende, oder mit einem Grinsen auf den Lippen eine Station vorher die Reißleine ziehen.

Mein Fazit über den Malerweg

Ich finde die Region Sächsische Schweiz geil. Insbesondere der Malerweg auf der Ostuferseite der Elbe, ist für Wanderer paradiesisch.

Körperlich nichts für arthritische Gelenke, jagt dich der Malerweg über unzählige Stufen und drängt dir das Gefühl auf, die Höhenmeterangaben in deinem Wanderführer, können nur falsch sein.

Für mich zweifelsohne einer der besten Fernwanderwege in Deutschland. Dabei empfand ich ihn nicht als stark frequentiert. Abgesehen von den Wanderwegen nahe der großen Parkplätze oder den Touri-Attraktionen (Bastei, Festung Königstein, Schmilka), war ich fast gänzlich allein unterwegs (Kann auch am verregneten September gelegen haben.). Auf meiner Tour habe ich lediglich 4 Leute getroffen, die den Malerweg liefen, alle mit Übernachtung im Gästehaus.

Klar, es ist illegal bzw. verboten im Nationalpark zu zelten, aber passende Spots sind definitiv vorhanden. Für mich stellt Zelten/ Boofen ein viel intensiveres Naturerlebnis dar und macht einen weitgehend unabhängig von Etappenzielen. Entscheide du.

Meine Lieblingsspots auf dem Malerweg:

  • Uttewalder Grund
  • Bastei Felsenbrücke
  • Teufelsschlucht inkl. Lehrpfad
  • Die „Himmelsleiter“ zwischen den Schrammsteinen und Lichtenhainer Wasserfall
  • Falkenstein
  • Schrammsteinaussicht + Kammstieg
  • Carolafelsen + Affenfelsen
  • Oldtimer-Museum in Schöna (DDR Mopeds, Feuerwehr, Armee usw…)
  • Festung Königstein

Was ich auf meiner nächsten Trekking-Tour in der Sächsischen Schweiz unbedingt machen möchte:

  • Flößersteig
  • Kanutour von Schmilka Richtung Dresden (Pirna)

Meine Zeltplätze auf dem Malerweg:

Auf den Bildern siehst du die genauen Plätze, wo ich während meiner Tour illegal gezeltet habe.

Amselfall Malerweg Zelten Sächsische Schweiz Trekking Deutschland

Zeltplatz 1 (Weggabelung wo Bank steht > Fels hochklettern; Platz für 1-3 Zelte).

Falkenstein Malerweg Zelten Sächsische Schweiz Trekking Deutschland

Am Falkenstein (Zeltlager 2). Auch Boofen möglich…

Karte Malerweg Zelten Sächsische Schweiz Trekking Deutschland

Zeltlager Tag 3 (direkt an der kleinen Holzbrücke).

Gohrischstein Malerweg Zelten Sächsische Schweiz Trekking Deutschland

Zeltlager 4 (kleines Plateau über dem Bergstollen-Eingang). Platz für 2-3 Zelte.

Wie gefällt dir der Malerweg in der Sächsischen Schweiz? Anregungen, Infos, Tipps… immer her damit. Die Kommentarbox freut sich.

5 Kommentare
  1. Caro
    Caro sagte:

    Hey,
    du schreibst sehr bildlich. Das finde ich klasse! Da ich dieses Jahr im April den Malerweg bewandern mag (so richtig in der Natur und ohne Pension o.ä.) wäre nun meine Frage: meine 54cm hohe Fellnase kommt mit. Du schriebst auch immer mal etwas von Leistern.. Treppen auch mit steilen Stufen wären kein Ding. Jedoch sind jene Orte mit richtiger Leiter vor Ort umgehbar, oder müsste man längere Umwanderungsrouten bei solch Plätzen einbauen?

    Über eine Antwort würde ich mich freuen 🙂

    Gruß aus dem südl. Brandenburg

     
    Antworten
    • Stefan Schüler
      Stefan Schüler sagte:

      Hi Caro, danke für dein Feedback. Du kannst den Malerweg auch mit der Fellnase wandern. Lediglich bei den Schrammsteinen (Schrammsteinaussicht) gibt es viele Leitern und Steige. Dort musst du die Sektion umgehen. Wo genau kann ich dir nicht sagen da ich nur den Malerweg gelaufen bin. Beste Grüße, Stefan.

       
      Antworten
  2. Leah Bodi
    Leah Bodi sagte:

    Hey 🙂
    Einfach klasse wie du geschriebn hast ! Habe lange nsch so einem tollen text gesucht!
    Meine frage sind viele Ranger unterwegs und wo hast du deine Reise angefangen ? Ich möchte auch mit meiner Fellnase die Tour durchqueren und frage mich ob es gute Positionen gibt zum Parken ?

     
    Antworten
    • Stefan Schüler
      Stefan Schüler sagte:

      Ich bin mit der Bahn über Dresden bis Pirna gefahren und anschließend mit dem Bus nach Liebetal Grund (Direktverbindung; ca 30min). Von dort bin ich den Malerweg gewandert. Ich empfehle dir dein Auto in Pirna (nähe Bahnhof) zu parken und ebenfalls den Bus zu nehmen. Am Ende deiner Wanderung kommst du definitiv dort wieder vorbei (entweder zu Fuß oder mit der S-Bahn). Viel Spaß.

       
      Antworten
  3. Martin
    Martin sagte:

    Sehr spannender Blog und tolle Beiträge, aber hast du schon mal drüber nachgedacht deine Ausrüstung noch etwas zu entschlacken? Ein 85 Liter Rucksack für die Tour ist doch schon verdammt überdimensioniert, wenn man bei einem guten Konzept auch mit der Hälfte auskommen könnte.

    Gerade bei deinen vielen und umfangreichen Touren wäre die Investition in ultraleicht Ausrüstung doch wirklich lohnenswert oder nicht? 😉

    Antworten

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