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Die Frage nach dem generellen Sinn oder Unsinn von Impfungen möchte ich in diesem Artikel über Impfungen für Nepal außen vor lassen. Darüber dürfen sich die Gelehrten und Pseudogelehrten die Köpfe einschlagen.

Vielmehr habe ich dir die offiziellen Empfehlungen der Tropenmedizinischen Institute und des Deutschen Auswärtigen Amtes aufgelistet. Ob du diese spezifischen Reiseschutzimpfungen durchführst oder die Risiken einer Infektionskrankheit hinnimmst, liegt in deinem Ermessen.

Ich persönlich bin durch meine vielen Reisen in Hochrisikogebiete bis zur Unterlippe durchgeimpft. Allerdings verzichte ich seit einigen Jahren auf viele Impfungen gegen Krankheiten deren Auftreten sehr selten sind. Für Nepal war dies zum Beispiel die Schutzimpfung gegen Japanische Enzephalititis. Die Nebenwirkungen und Kosten dafür stehen in keiner Relation zum Nutzen.

Impfempfehlungen für Nepal laut Tropenmedizinisches Institut

impfungen für nepal vorbereitung impfung nepal vacinationFür alle Reisenden wird empfohlen:

  • Standardimpfungen gemäß dem aktuellen Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene (Tetanus (Wundstarrkrampf), Diphtherie (Krupphusten), Poliomyelitis (Kinderlähmung), usw.). Diese Standardimpfungen kann dein Hausarzt durchführen und werden von der Krankenkasse übernommen.

sowie

  • Hepatitis A
  • Tollwut

Für Reisende, die besonderen Risiken ausgesetzt sind:

  • Hepatitis B (bei engen sozialen Kontakten & Langzeitaufenthalten)
  • Typhus (bei mangelhaften hygienischen Verhältnissen)
  • Meningitis bei engen sozialen Kontakten und Langzeitaufenthalten
  • Meningokokkenmeningitis
  • Tollwut (Überträger sind Hunde & Fledermäuse, die dir definitiv bei Trekkingtouren und Langzeitaufenthalten begegnen werden. Achtung: Moderne Tollwut-Impfstoffe sind in Nepal nicht erhältlich. Du solltest den kompletten Impfschutz vor Abreise in Deutschland aufbauen.)
  • Japanische Enzephalitis (Juli – Dezember, vorwiegend im Süden)
  • Masern für alle Kinder

Gelbfieberimpfung Nepal:

Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber für Nepal ist nicht zwingend notwendig. Für die direkte Einreise nach Nepal aus Deutschland wird diese nicht gefordert.

Bist du jedoch innerhalb der letzten 6 Tage vor Einreise in einem Gelbfieber-Endemiegebiet gewesen, wird eine Gelbfieberschutzimpfung für Nepal gefordert. Davon ausgenommen sind Kinder unter 1 Jahr.

Folgende Länder gelten als Gelbfieber-Endemie Gebiete:

Angola · Äquatorialguinea · Argentinien · Äthiopien · Benin · Bolivien · Brasilien · Burkina Faso · Burundi · Ecuador · Elfenbeinküste · Franz. Guayana · Gabun · Gambia · Ghana · Guinea · Guinea-Bissau · Guyana · Kamerun · Kenia · Kolumbien · Kongo, Rep. · Kongo, Dem. Rep. · Liberia · Mali · Mauretanien · Niger · Nigeria · Panama · Paraguay · Peru · Senegal · Sierra Leone · Sudan · Südsudan · Suriname · Togo · Trinidad & Tobago · Tschad · Uganda · Venezuela · Zentralafr. Republik

Achtung: Auch bei einem Zwischenstopp (Transitverkehr) in einem der oben aufgeführten Ländern, der länger als 12 Stunden dauert, ist eine Gelbfieber-Impfbescheinigung bei Einreise nach Nepal vorzulegen.

Infektionsrisiko ohne Impfmöglichkeit:

Es gibt nicht gegen Alles eine Spritze! Ein erhöhtes Infektionsrisiko ohne Impfmöglichkeit besteht u.a. für:
Darminfektionen, Leishmaniase, Malaria

Malaria in Nepal (Malariaprophylaxe Nepal)

nepal annapurna circuit nepal impfungen trekkingWillkommen im Malarialand Nepal. Je nach Region und Reisezeit besteht ein hohes Infektionsrisiko mit Malaria in Nepal.

Malaria-Risikozeit:

  • Für Nepal besteht ein ganzjähriges Risiko.
  • Die Hauptübertragungszeit ist Mai bis Oktober, das höchste Risiko innerhalb dieser Periode besteht in Juni, Juli und August.
  • höher in der Regenzeit & geringer in der Trockenzeit

Malaria-Risikogebiete:

  • Die gute Nachricht zuerst: Als malariafrei gelten Höhenlagen über 1.800 Metern und Nordnepal sowie die Städte Kathmandu & Pokhara
  • Ein minimales Malaria-Risiko besteht im Kathmandu-Tal
  • Ein mittleres Risiko besteht besonders im Regenwaldgürtel entlang zur indischen Grenze mit den Nationalparks Royal Chitwan Nationalpark und Bardia Nationalpark. Auch die Terai Distrikte im südlichen Tiefland (Bara, Dhanukha, Kapilvastu, Mahotari, Sarlahi, Parsa, Rautahat & Rupendehi) unterliegen einem erhöhtem Risiko an Malaria in Nepal zu erkranken.

Malariaprophylaxe für Nepal:

  • Von der prophylaktischen Einnahme von Malaria-Medikamenten wird in der Reisemedizin zunehmend abgeraten. Vielmehr wird  in den aufgeführten Risikogebieten lediglich die Mitnahme von Atovaquon/Proguanil (Malarone®) oder Artemer/Lumefantrin (Riamet®) als Notfallmedikament empfohlen.
  • Expositionsprophylaxe: D.h. du solltest auf einen konsequenten Mückenschutz in der Abenddämmerung und in der Nacht achten. Im Detail bedeutet das ein Moskitonetz (nachts) und Hautschutz (tagsüber).
  • Malariamedikamente sind verschreibungspflichtig. Suche am Besten einen qualifizierten Reisemediziner auf und erkundige dich über Nebenwirkungen von Malarone® und Co.

Achtung: Die Impfbestimmungen für Nepal können sich kurzfristig ändern. Checke den geforderten Impfschutz für Nepal vor Abreise aus Deutschland. Ich empfehle dir dazu ein Tropenmedizinisches Institut in deiner Nähe aufzusuchen und mit einem Arzt den Impfplan auszuarbeiten. Mitunter sind mehrere Impfungen notwendig um den Impfschutz aufzubauen (für z.B. Hep. B sind es 3 -12 Monate).

  • Schau dir auch meinen Post über die Trekking Reiseapotheke für Nepal an.
  • Etwas Werbung in eigener Sache: In meinem Buch „Nepals Donnerpass“ findest weitere Infos rund um den Annapurna Circuit, den Tilicho Lake und den Annapurna Sanctuary Trek (Annapurna Base Camp Trek).

Ich hoffe das du aus diesem Artikel viele nützliche Infos über die nötigen Impfungen für Nepal saugen konntest. Ob nun mit oder ohne Impfungen für Nepal, dieses Land ist es Wert Risiken einzugehen. Ich wünsche dir in Nepal eine tolle Zeit. Bei weiteren Fragen kannst du mich natürlich gerne anschreiben.

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