Gregory Alpinisto LT 28 (Modell 2020)

Gregory hat mit dem Alpinisto LT 28 einen brandneuen, extra leichten Alpinrucksack 2020 auf den Markt geworfen. Dieser soll langlebige, robuste Materialien für den alpinen Einsatz mit genügend Platz und einer modularen Leichtbauweise kombinieren.

Ich habe den Alpinisto LT 28 für dich im Karwendel- und Wettersteingebirge getestet. Ob er was taugt, erfährst du in meinem Testbericht. Viel Spaß beim Lesen.

Gregory Alpinisto LT 28 im Test

Schneeschuhwanderung Alpen

Über die Jahre habe ich mir einen ziemlich hohen Standard zugelegt, was Rucksäcke betrifft. Ich besitze für fast jeden Anforderungsbereich einen anderen Rucksack, von 5 bis 95 Liter. Dementsprechend hoch sind die Ansprüche, die ich an einen Rucksack stelle.

Was mir aber noch gefehlt hat, war ein robuster Alpinrucksack im Volumenbereich bis 30 Liter, den ich für Tagestouren in schwieriges Gelände im Hochgebirge entführen kann, der aber auch als „Zweitrucksack“ auf Backpacking-Reisen geeignet ist.

Das hört sich vllt. komisch an, aber lass mich das erklären. Wenn ich Länder bereise, suche ich mir fast immer einen Berg aus, den ich besteigen möchte. Für die Anreise und Reise durch das Land benutze ich einen großen Schwerlast-Rucksack, der auch bei mehrtägigen Trekking- und Bergtouren (auch mit Zelten) zum Einsatz kommt. In der Regel ist das der Baltoro 85 (Test) oder der Baltoro 95 Pro (Test).

Für Gipfeletappen ist der Side Kick des Baltoro aber völlig ungeeignet. Daher habe ich in den letzten Jahren auf den ultraleichten, wasserdichten *Exped Cloud Burst 25 zurückgegriffen. Bei viel Gewichtszuladung und beim Anbringen von Steigeisen, ist das dünne Material des Cloudburst 25 aber an seine Grenzen gekommen. Dafür ist er einfach nicht gemacht.

Diese Lücke schließt nun der Gregory Alpinisto LT 28.

Warum das?

Modulare Leichtbauweise

Alpinrucksack

geringes Packmaß durch modulare Konstruktion…

  • Abmessungen: 25.4 x 62.2 x 22.9 cm
  • Volumen: 28 Liter
  • Gewicht komplett: 1 Kilogramm
  • Gewicht ohne abnehmbare Komponenten: 0,6 Kilogramm

Wie du oben lesen konntest, kann der Gregory Alpinisto LT, LT steht übrigens für LIGHT, dank seiner modularen Konstruktion, an deine Bedürfnisse angepasst werden.

Dabei reduziert sich das Gewicht von 1 Kilo auf 0,6 Kilo. Auf den Fotos siehst du, das man die Hüftgurte (bzw. Hüftflossen), das Deckelfach, den Flachriemen zur Fixierung des Deckels sowie das A-Frame entfernen kann. Das geht schnell und ohne viel Gefummel.

Robustes Material

Petzl Vasak

Gummizug für Helm oder Steigeisen…

Die verwendeten Materialien machen einen durchweg hochwertigen, ausreichend stabilen Eindruck. Insbesondere der vordere Bereich ist verstärkt und hat auch die scharfen Zacken meiner Steigeisen (*Petzl Vasak) unbeschadet überstanden. Der Rückenbereich ist ebenfalls verstärkt. Neben den abnehmbaren A-Frame findet sich hier auch ein thermoregulativer Schaumstoff, der deinen Rücken vor spitzen Gegenständen im Rucksack schützt.

Da wir gerade beim Rückenbereich sind. Einziges Manko dort ist die Wärmeentwicklung, bzw. der nicht vorhandenen Luftstrom. Der Thermoregulative Schaumstoff liegt direkt am Rücken an und wird nicht wie z.B. beim Zulu 30 (Test) durch ein Netz separiert. Bei steilen Etappen und mit warmer Kleidung kam ich da schnell ins Schwitzen.

Was trocken bleiben soll bleibt trocken!

große Öffnung mit Kordelverschluss und Kompressionsriemen für das Hauptfach…

Ich konnte keine Infos auf der Gregory Homepage finden, ob der Alpinisto LT 28 ein wasserabweisendes Material hat. Ich gehe aber stark davon aus. Auf meiner Testtour hatte es geregnet und geschneit und der Alpinisto lag des Öfteren im Tiefschnee. Am Ende des Tages war der Innenraum jedoch völlig trocken.

Wasserdicht ist er aber definitiv nicht. Deine Technik oder Kleidung, die bei Starkregen trocken bleiben muss, solltest du daher separat schützen.

Tipp: Nimm einen Dryback von Ortlieb (Test) oder einfach große Zipper-Gefrierbeutel.

Features bis zum Abwinken

Alpinisto LT 38

leichtes Entfernen des A-Frame und Fach für 3 l Trinkblase…

Innen hat der Alpinisto LT 28 ein Fassungsvermögen von 28 Liter. Richtig auftrumpfen kann er jedoch mit all den Features, die der Rucksack außen zu bieten hat.

Er bietet Befestigungsmöglichkeiten für:

  • Steigeisen, Eisaxt, Trellingstöcke, Skier (A-Frame Montage)

Er hat Materialschlaufen für:

  • Seile, Helm, Karabiner und Co.

Des weiteren verstellbare Hüftflossen, einen flachen Brustgurt mit Not-Pfeife, ein Deckelfach mit innen- und außenliegender Tasche für Portemonnaie, Handy usw.

Im Inneren ist noch ein Fach für eine 3 Liter Trinkblase. Bei tiefen Minusgraden wird dir die wahrscheinlich einfrieren und der Griff zur guten, alten Thermoskanne muss reichen. Die allerdings hat dann auch genügend Platz im Alpinisto LT 28.

Apropos Platz

Apropos Platz: Den *Alpinisto LT 28 gibt es auch in der *Alpinisto LT 38 Liter Version. Du kannst auch zwischen zwei Farben wählen, dem Orange, das ich habe oder einem Neongrün. Beide sehen in meinen Augen sehr gut aus und bieten einen gewünschten Kontrast und die entsprechende Signalfarbenwirkung in den Bergen.

Da Gregory Backpacks seine Rucksäcke mit verschiedenen Rückenlängen anbietet, solltest du deinen Rücken vorher ausmessen. Wie das geht, erfährst du im Tutorial auf der Gregory Homepage (Link).

Fazit:

Der Gregory Alpinisto LT 28 ist für mich aktuell der ausgefeilteste Alpinrucksack auf dem Markt. Durch seine modulare Bauweise kann er individuellen Bedürfnissen angepasst werden. Er macht im Hochgebirge beim Bergsteigen Spaß oder ist für Tourenskigeher geeignet und damit das kompetente Paket für Profis als auch Hobbysportler.

Gewicht
Verarbeitung
Preis/Leistung
Gesamt
1 Kommentar

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